In letzter Zeit ging es mir wirklich nicht gut, aber das dürfte euch nicht wundern, wenn ihr meine früheren Posts kennt. Obwohl, 'nicht wirklich gut' beschreibt die Situation nicht treffend genug. Also mal die letzten paar Monate in Kurzfassung:

Ich habe mich von meiner Freundin getrennt, ja ich hatte eine Freundin, indem ich mal wieder alles falsch gemacht hab ( also wie immer ). Und ich wünschte, das gerade würde ich nur aus Selbsthass schreiben, dann könnte ich wenigstens sauer auf sie sein, aber ich habe tatsächlich alles falsch gemacht.
Ich habe Freunde gewonnen und noch mehr verloren. Ich habe generell momentan ziemlich viel Streit mit allen möglichen Leuten. Familie, Freunde, einfach mit allen.
Das ist ein Grund dafür, dass ich mich aus dem sozialen Leben so ein bisschen raus gehalten habe in letzter Zeit. Ich war zwar immer erreichbar, habe aber nie mehr als erste angeschrieben und ZACK, es war Ruhe. Die, die sonst immer so scheinheilig sagen, sie würden sich solche Sorgen machen, fragen nicht mal nach, wenn man sich eine Woche gar nicht meldet oder auch kein sonstiges Lebenszeichen von sich gibt.

Aber um mal zur Überschrift zu kommen...Ich will mit dem ersten Teil, dem "Haarproblem" beginnen.

Wie manche von euch wissen, bin ich eine Naturblondine. Ich hatte aber, weil ich das Blond langsam satt hatte, die Haare rot gefärbt ( unten findet ihr ein Bild von mir und meiner Besten nach einer Gartenhauspartey, auf dem meine Haare leider schon etwas raus gewaschen waren ). Und als ich rote Haare hatte, war ich echt fucking weiblich. Ich war mir meiner 'Schönheit' bewusst, empfand mich selbst hin und wieder als 'schön' und hin und wieder auch als 'sexy'. Ich probierte Kleider an, wenn wir shoppen waren ( das mag ich immer noch nicht... ). Ich war einfach mädchenhaft und froh, ein Mädchen zu sein - das heißt, meistens war das so. Denn hin und wieder kamen wieder Zweifel auf. Ich stellte mir vor, wie toll es wäre, wenn ich ein Junge wäre. Diese Gefühle und Zweifel gipfelten heute.

Ich dachte mir, 'ne neue Haarfarbe wäre gar nicht mal schlecht. Deshalb musste ich meine Haare aber erst mal Entfärben. Das hat soweit auch gut funktioniert, auch wenn die noch einen ganz leichten Kupferstich haben, was aber ziemlich nice aussieht.
Als ich endlich ( nach fast 2 Stunden ) fertig war, meine Haare getrocknet waren und mein Scheitel gerichtet war, blickte mir aus dem Spiegel eine völlig Fremde entgegen. Meine Augen habe ich erkannt, der Rest war...einfach nicht ich. Und das hat mich ziemlich geschockt. Jedes Mal, wenn ich heute in den Spiegel sah, empfand ich etwas als falsch.

Vor etwa einer Stunde sind alle anderen ins Bett gegangen, ich bin nun mal noch wach...und habe versucht, mit ein paar Frisuren mein Problem zu lösen. Hab versucht, mich wohler zu fühlen. Also ging ich ins Bad und probierte ein paar Frisuren aus. Ich fand sogar eine, die mir gefiel.
Die Haare hoch gesteckt, versteckt in ner/nem Beanie. das/den Beanie etwas runter gezogen...Ich sah nicht wirklich schlecht aus und ich war zufrieden. Aber aus dem Spiegel blickte mir ein Jugne entgegen. Wie kann die Haarfarbe diese Gefühle wieder entfachen?

Ich hätte gerne beides, um nun auf den zweiten Teil der Überschrift einzugehen. Ich wäre gern beides.
Ich will im Kleid zum Abschlussball und auch heiraten...
Aber meinen Freund/meine Freundin im Anzug/Hemd etc und vor allem mit kurzen Haaren auszuführen, erscheint mir ebenso reizvoll...
Ich hätte wirklich gern einfach beides, aber das geht nicht.

Ich sitze erneut zwischen den Stühlen und weiß nicht, was ich tun oder denken soll...

Ach, hier ist noch das Bild von mir und Sas~

7.4.15 22:20

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bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(9.4.15 09:55)
Uppps,da war ich wohl mit meinem Gästebucheintrag ein klein wenig voreilig,Gott sei Dank,du postest doch weiter


(9.4.15 10:00)
Mist,jetzt ich ich unfähige Computeridiotin den falschen Button zur falschen Zeit gedrückt!
Ich freue mich,dass du weiter postest
Wie gesagt,ich lese deine Posts sehr gerne und hoffe,dass du auch MyBlog erhalten bleibst

g.g.g.l.G.


Maret Robin / Website (14.4.15 20:43)
hey,
ich bin zufällig auf deinen Blog gestoßen und wurde ein bisschen traurig, als ich deinen Text gelesen habe. Aber ich dachte mal, ich gebe meinen Senf dazu, vielleicht muntert dich das ja irgendwie auf, weil ich das Gefühl, unzufrieden mit mir zu sein nur zu gut kenne.
Nicht in sexueller Hinsicht, aber generell. Manchmal fühlt sich alles wie ein Kartenhaus an und ich weiß nicht weiter. Ich glaube, dass es, sagen wir, total unnötig ist, dich zwischen zwei Stühlen zu fühlen. Wie du auf deiner About-Seite bereits sagtest, seist du bisexuell. Ja, meine Güte, du musst dich doch nicht jetzt entscheiden, wer oder was oder wie du sein möchtest. Das ist nicht entgültig, ich glaube sogar fast, dass ich das wunderbare am Leben, dass man aufstehen kann und sagen: heute bin ich ein Kerl und am nächsten fühlst du dich weiblicher.
Vor 30, 50 ,100 Jahren wäre das undenkbar gewesen und heut haben wir diese Freiheit. Nutze sie und mach dir da keinen Kopf! Ich glaube, herauszufinden, wer man sein will, ist eine Aufgabe, die sich bis zum Tod weiterzieht.

Ich hoffe, ich konnt dich ein bisschen aufmuntern Lächeln und Kopf hoch. Wir leben nur einmal und da ist jeder Moment, in dem wir nicht Lächeln ein verschwendeter.

LG, Maret


jamesk (14.4.15 20:59)
@Maret:
Also du hast dein Ziel schon mal erreicht, ich habe gelächelt, als ich deinen Kommi gelesen habe. Leider kann ich das eben nicht so einfach sagen, weil es mein Umfeld nicht wirklich zulässt und ich bin einer dieser Menschen, der sich davon viel zu sehr beeinflussen lässt...
dennoch danke^-^


Maret Robin / Website (19.4.15 15:14)
Oh, ich lass mich auch leicht beeinflussen in mancherlei Hinsicht!Es ist auch schwer, dass nicht zu tun... Irgendwie glaubt man ja, dass man selbst Dinge falsch macht und die anderen es wohl besser wissen? Wenn du allerdings das Gefühl hast, deine Freunde möchten vielleicht nicht, dass du z.B. deine Haare abschneidest, finde ich das traurig. Deine Freunde sind schließlich dafür da, dich zu stärken. Ich habe das spät gemerkt, wie viele meiner vermeintlichen Freunde mich kaputt gemacht haben. Bei Eltern ist das natürlich was anderes...
Was ich sagen will, wenn du dich selbst verwirklichen möchtest - und ich glaube, das tust du - dann musst du dir ein bisschen Freiheit schenken. Mithilfe der Menschen, denen du vertrauen kannst. Der Rest ist ... scheiße und für die Tonne. Dein eigenes Glück sollte dein Ziel/Weg sein.

Looooooove, Maret

P.S. ich bin in einem teilweise sehr konservativen Umfeld, dass mich richtig blöd anguckt wegen meiner grünen Haare und meines Freundes. Aber meine Freunde halten zu mir.

PPS. Eigentlich recht spannender Blog


jamesk (19.4.15 15:37)
Heyy~
Ich freue mich immer, wenn ich jemanden neuen hier 'begrüßen' darf, der/die dann auch regelmäßig meinen Schwachsinn ließt. Ich schneider mir später noch eine Perücke fertig und schau dann mal wie ich mit kurzen Haaren aussehe, wird bestimmt lustig.
Sicher, Freude sollen einen unterstützen und meine besten machen das auch ungefragt, aber manche übertreiben es auch..
Wenn ich 16 bin, färbe ich meine Haare mal krass um und ich freue mich schon derbe darauf<3
Wir sollten uns alle nicht unterkriegen lassen^-^

Mehr Loooooooooooove, jamesk

PS: Um verwirrung vorzubeugen, der Name schreibt sich James Kay ausXD

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